Dienstag, 12. Juli 2011

Costa Rica - Vulkane und Pazifik

Costa Rica besteht zur Hauptsache aus zwei Küsten und Vulkane in der Mitte. Einige davon sind noch ziemlich aktiv. Wir mieten ein kleines 4x4 Auto und machen uns auf in die Berge. Der Vulkan Irazu, den wir als erstes ansteuern, raucht nur ein bisschen. Zudem regnet es in Strömen und ist aufgrund der Höhe ziemlich kalt. Schnell wieder hinunter. Unser nächster Versuch gilt dem Vulkan Poas. Der Tag beginnt mit strahlendem Wetter. Weil meistens bereits am Vormittag Wolken aufziehen, sind wir bei Parköffnung am Eingang. Vom äusseren Kraterrand sehen wir in angemessener Distanz in den Schlund hinab. Rauchsäulen steigen auf, es stinkt nach Schwefel und der Vulkan blubbert vor sich hin, zwischendurch mit kleineren Fontänen. 


















Eine kurze Wanderung führt zu einem erloschenen Teil des Vulkans. Ein klarer Kratersee hat sich gebildet, ringsherum ist alles bewaldet. Eine ganz andere Landschaft als beim aktiven Vulkanteil. Beim Rückweg ziehen tatsächlich dicke Wolken auf, und als wir zurück am Krater sind, kann man den Vulkan nur noch riechen.

Der berühmteste Vulkan ist der Arenal, welcher über Jahre fast täglich Lava spuckte. In den letzten Jahren hat er sich jedoch etwas beruhigt und beglückt uns leider nicht mit glühenden Nightshow. Am Fusse des Vulkanes  finden wir dafür heisse Quellen in einem natürlichen Flusspool.





























Anschliessend bewandern wir diverse Regenwälder und badetaugliche Wasserfälle bevor wir zum Abschluss an die Westküste zum Pazifik fahren, wo wir nochmals ein paar Tage Strand, Hängematte und Kokos direkt von der Palme geniessen.































Fazit: Costa Rica ist ein ideales Ferienland. Bilderbuchstrände und viel Erholung, gleichzeitig aber enorm abwechslungsreich und viele Möglichkeiten zum Aktivsein, freundliche Menschen, tropische Früchte, für europäische Verhältnisse günstig (nicht billig!), aber auf jeden Fall eine super Alternative zu teuren all-inclusive Karibikferien. Sollten wir uns jemals wieder in der Situation befinden, uns von einem strengen Job erholen zu müssen, gehört Costa Rica zu unseren Top Destinationen!










Costa Rica - Karibik











Tatah - Überraschung!! Wir sind in die Karibik abgetaucht!

Tatsächlich ist unser Ami Visum bereits abgelaufen und wir mussten nach drei Monaten das Land verlassen. Weil Amerika aber so gross ist, und wir noch nicht alles gesehen haben, möchten wir wiederkommen. Hier funktioniert das jedoch nicht so wie überall sonst auf der Welt, schnell über die Grenze fahren und zurück, nein die amerikanische Grenzbehörde verlangt von dem Traveller, ganz Nordamerika zu verlassen, bevor man wieder reingelassen wird. Theoretisch. Scheinbar sind aber schon Leute nicht mehr von Kanada reingelassen worden, und das Risiko war uns zu gross, zumal unser Weiterflug dann von L.A. geht. Also raus aus Nordamerika. Nur wohin? Der billigste Flug ging nach Costa Rica, und das war gar nicht etwa eine schlechte Wahl.






















































Wir tauchen in das gemütliche Karibikleben ein. Kilometerweite einsame Strände, gesäumt mit Palmen und tropischer Urwaldvegetation beherrschen das Bild. Wir beziehen ein kleines Zimmer mit Hängematte auf dem Balkon direkt über dem Meer. Unmengen von frischen Fruchtsäften – Mango, Papaya, Ananas und weitere exotische Geschmäcker, der Fisch auf dem Grill kommt direkt aus dem Meer. Der Rhythmus ist hier sehr gemächlich, die Bevölkerung scheint trotz der einfachen Lebensverhältnisse zufrieden, jamaikanische Einflüsse sind spürbar. Wir unternehmen mehrere Dschungelwanderungen und beobachten Affen, Faultiere, Giftfrösche, Nasenbären, Schlangen und viele wunderschöne tropische Pflanzen. Auch die Unterwasserwelt lassen wir uns nicht entgehen und schnorcheln am Riff mit farbigen Korallenfischen und sogar kleinen Haien.











Tortuguero, ein kleines Dorf im Nordosten des Landes ist nur mit einer fünfstündigen Bootsfahrt erreichbar. Wir nehmen diese lange Anfahrt in Angriff um die riesigen Leatherback-Schildkröten zu beobachten, die um diese Jahreszeit an den Strand schwimmen, um ihre Eier zu legen und sie einen halben Meter im Sand zu vergraben. Bei der nächtlichen Tour sehen wir tatsächlich eine 1,5 Meter lange Schildkröte am Strand, die wie wild mit ihren Flossen um sich schlägt, um den Sand über den Eiern zu verteilen. Ein unglaubliches Erlebnis, dieses grosse Tier aus der Nähe zu beobachten. Allerdings ist der Menschenauflauf, der dieses Spektakel miterleben will, an der Grenze des vielgelobten Schildkrötenschutzprogrammes, das gross angepriesen wird.

Anstelle eines Motorbootes entscheiden wir uns für ein Kanu, um das natürliche Kanalsystem durch den Urwald zu entdecken. Um uns schwimmen Kaimane im undurchsichtigen Wasser und in den Baumkronen kreischen die Affen – manchmal fast ein wenig schauderbar!