Montag, 1. Oktober 2012

Frankreich



Wir wollen in den Süden! Langsam sehnen wir uns wirklich nach Sommer, Sonne und warmem Wetter und beschliessen, nun rasch nach Südfrankreich zu fahren. Da Paris nichts für arme Schlucker ist, lassen wir die Hauptstadt links liegen und legen dafür einen kurzen Stopp im nahegelegenen Boulderparadies Fontainebleau ein.



























Eigentlich hat Barbara ja beteuert, nie mehr mit nach Céüse zum Klettern zu kommen. Die allmorgendliche Wanderung zur 500 Höhenmeter höher gelegenen Wand hätten mit Ferien einfach nichts zu tun. Allerdings würde uns nach so viel Autobahn etwas Bewegung nicht schaden und so legen wir ein paar Tage Fitnessprogramm ein. Das sieht etwa so aus: auf dem gemütlichen Campingplatz in der Sonne zmörgelen, Lesestunde in der Hängematte, ab in die Wanderschuhe und 500 Höhenmeter hochmarschieren, oben verschwitzt und ausgepowert in der brennenden Sonne warten, bis die Wand endlich im Schatten ist, danach frierend (da nach Sonnenuntergang sofort ein bissiger Wind aufzieht) zwei Versuche starten, im Halbdunkeln runterrennen. 


























Nach einer Woche strahlend schönem Wetter, zieht ein Sturm auf. Wir packen im Regen unsere Siebensachen und fahren weiter in die Provence. Stundenlang kurven wir durch winzige Dörfer mit ihren typischen Steinhäusern. Leider sind die Lavendelfelder schon alle abgeerntet, da sind wir wohl ein paar Wochen zu spät. Aber auch ohne die lila Felder strahlt die Provence ihren Charme aus.
 





 

Nach einem kurzen Kletterstopp in Buoux sowie in St. Léger und einem Tanz auf der Brücke von Avignon geht’s weiter in die Camargue. Überraschenderweise ist hier trotz Nationalpark wildes Campen nicht verboten und wir finden ein herrliches Übernachtungplätzli mit Hunderten Flamingos nebenan. Diese Vögel sind einfach cool!
 



 























Zurück am Mittelmeer! Mit etwas gemischten Gefühlen fahren wir am nächsten Morgen endlich an den Strand. Ob uns unser Hausmeer nach all den herrlichen Küsten und Stränden am indischen und pazifischen Ozean wohl noch etwas zu bieten hat? Touristen hat es auf jeden Fall auch Mitte September noch mehr als genug und als wir uns auf einer Düne niedergelassen haben, realisieren wir, dass die „zone naturiste“ auf der Karte wohl nichts mit dem Naturschutzgebiet zu tun hat, sondern eher mit der freien Körperkultur. (Irgendwie kennen wir das doch – vor fast 20 Jahren haben wir uns in der Camargue mal als Familie an einen FKK Strand verirrt – wahrscheinlich derselbe – und prompt die Nachbarn angetroffen…) Wir sparen uns deshalb unser Urteil über das Mittelmeer noch etwas auf und ziehen weiter Richtung Spanien.





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